PCK retten!

Die PCK-Raffinerie in Schwedt ist einer der größten Arbeitgeber im Norden Brandenburgs. 1.200 Menschen arbeiten dort und versorgen weite Teile Brandenburgs, Berlins und Mecklenburg-Vorpommerns mit Heizöl. Neun von zehn Autos in der Region fahren mit Kraftstoff aus der PCK und auch der Flughafen BER ist von Kerosin aus Schwedt abhängig. Die Raffinerieprodukte sind darüber hinaus Schmierstoff für die chemisch-pharmazeutische Industrie, die 55.000 Menschen in 160 Unternehmen beschäftigt.

Und nun sind sowohl die Arbeitsplätze als auch die Kraftstoff-Versorgung in Gefahr. Denn die PCK ist auf russisches Rohöl angewiesen, mit dem sie schon seit DDR-Zeiten über die Druschba-Pipeline versorgt wird. Und diese Pipeline droht zu versiegen: Sei es das geplante Öl-Embargo der EU, sei es ein Lieferstopp der Russischen Föderation – in beiden Fällen droht PCK das Aus.

Das wäre eine soziale Katastrophe für die Region und ein Desaster für die Energieversorgung dreier Bundesländer. Und mehr noch: Viele der Betroffenen haben nach 1990 bereits harte Einschnitte erlebt. Sie sind dennoch geblieben, voller Hoffnung auf einen Neuanfang, sie haben sich dort eingerichtet, Familien gegründet. Sie identifizieren sich mit diesem Ort und seiner Bedeutung.

In Schwedt bündeln sich ostdeutsche Lebenswelten. Wirtschaft, Kultur, gelebtes und zukünftiges Leben! Wir fordern mehr Respekt vor einem ostdeutschen Wirtschaftsstandort und den Biografien der dort Beschäftigten! Der Staat muss handeln!

Ideen der Regierenden? Nutzlos!

Bund und Land reagieren bislang hilflos auf das drohende Desaster. Die Vorschläge der Regierenden in Berlin und Potsdam taugen allenfalls als Placebo, um die berechtigten Ängste der Bevölkerung zu dämpfen. Echte Hilfe bieten sie nicht:

Vorschlag 1

Versorgung der PCK mit Öl aus den Ostsee-Häfen Rostock und Danzig

Die Raffinerie ist auf das sibirische Öl aus der Druschba-Pipeline geeicht. Sie kann nicht von heute auf morgen andere Rohstoffe verarbeiten. Eine Umstellung würde Zeit und eine Produktionspause erfordern, die wirtschaftlich kaum zu stemmen wäre.

Vorschlag 2

Umbau der Raffinerie auf die Produktion grünen Wasserstoffs

Langfristig ein Zukunftsplan, kurz- und mittelfristig unmöglich. Grüner Wasserstoff lässt sich bislang vor allem im kleinen Maßstab erzeugen, noch kaum in industrieller Massenproduktion. Eine Umstellung von PCK würde Jahre dauern. Soviel Zeit haben weder die Beschäftigten noch die Kunden.

Wir brauchen schnelle Lösungen, wir brauchen einen Plan!

Unsere Forderungen

Folgende Forderungen hat die LINKE Fraktion auf der Mai-Sitzung in den Landtag eingebracht, um PCK zu retten:

1. Beschäftigung im PCK sichern!

Bund und Land stellen die PCK-Raffinerie unter staatliche Treuhänderschaft. Für alle Arbeitsplätze wird der Bestand garantiert.

2. Entwicklung in der Region sichern!

Wie bei der Kohleregion Lausitz entwickeln Bund und Land auch für die Uckermark ein Strukturstärkungsgesetz. Das Ziel: Umbau des Öl-Standorts zu einer nachhaltigen Energie-Region für alternative, emissionsarme Kraftstoffe.

3. Versorgung im Osten sichern!

Das Land setzt sich beim Bund dafür ein, die sozialen Folgen eines Öl-Lieferstopps vor allem für den Osten Deutschlands abzumildern. Es kann nicht sein, dass der Osten die ökonomischen Folgen von Krieg und Sanktionen allein auszubaden hat!

Die Linksfraktion hat im Landtag konkrete Vorschläge für einen Garantieplan gemacht.

Sie können helfen!

Jetzt sind Sie gefragt! Sie wollen, wie wir, dass PCK in Schwedt jetzt gerettet wird, statt die Beschäftigten mit nutzlosen Ideen für eine ferne Zukunft abzuspeisen? Dann nutzen Sie dieses Formular und fordern Sie die Landesregierung auf, ihre Haltung zu ändern! Ihre E-Mail geht an den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke.

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